Stimmstörungen nach einer OP

Verletzung des Rekurrensnerven, Traumatische Dysphonie, etc.

Wie kommt es zu Stimmstörungen nach einer OP?

Selbst bei den erfahrensten und vorsichtigsten Operateuren kann der N. recurrens durch Operationen an Schilddrüse, Wirbelsäule, Halsgefäßen, Herz oder Lunge aufgrund des hohen Gefährdungspotentials in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn die Stimmlippen bei der Stimmgebung nicht mehr ausreichend zusammentreffen oder wenn ihre Schwingungsfähigkeit gestört ist, kommt es zur Heiserkeit, Verschlucken, Atemgeräuschen, einer behauchten Stimme oder auch einem Doppelton

Die Symptome einer Traumatischen Dysphonie durch Intubation zeigen sich z.B. in entzündlichen Stimmlippenrötungen, Stimmlippenödemen oder Stimmlippenhämatomen. Je nach Art der Schädigung klingt die Stimme heiser, aphon und stark verhaucht.

Behandlung einer Rekurrensparese

Leidet der Patient durch die Funktionseinschränkung des N. recurrens an Stimm- oder Schluckproblemen, so kann ihm – entgegen früheren Empfehlungen – auch schon sehr frühzeitig mit einer temporäre Unterfütterung mit einem resorbierbaren Implantat geholfen werden. Diese Operation mit einem Provisorium führt zur sofortigen Stimmverbesserung und kann noch während der Zeit erfolgen, in der man auf eine spontane Wiederkehr der Funktion des N. recurrens wartet.

Alle Informationen zur Rekurrensparese finden Sie hier…

Für eine Stimmverbesserung kann versucht werden, die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen durch eine phonochirurgische Narbenlösung wiederherzustellen oder den Stimmlippenschluss durch eine Stimmlippen-Unterfütterung zu verbessern. Auch mit einer Stimmtherapie lässt sich die Stimmfunktion häufig wieder verbessern.

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