Zur Sicherung der Diagnose wird zunächst meist eine Operation in Vollnarkose durchgeführt. Dabei entfernen wir die Papillome mikrochirurgisch, um die empfindliche Stimmlippenschleimhaut zu schonen und Narben zu vermeiden. Radikale Eingriffe sind nicht sinnvoll, da sie die Stimme dauerhaft schädigen können, ohne Rückfälle zu verhindern.
Da Papillome oft wiederkehren, können mehrere Eingriffe im Laufe der Zeit nötig sein. Da es sich bei der Papillomatose der Stimmlippen um eine Veränderung der oberflächlichen Schleimhaut handelt, sollten bei einer Operation nur diese oberflächlichen Papillome mikrochirurgisch abgetragen werden, um bleibende Schäden durch eine Vernarbung oder eine Synechie-Bildung (Verwachsung zwischen den Stimmlippen) mit einer daraus folgenden chronischen, schweren Störung der Stimmqualität oder sogar der Atmung zu vermeiden.
In vielen Fällen kommt es über Jahre immer wieder zu einem erneuten Auftreten der Stimmlippenpapillome (rezidivierende Larynxpapillomatose) und weitere Operationen sind erforderlich. Manche Patienten müssen mehrmals im Jahr operiert werden, damit einerseits die Stimme gut bleibt, andererseits aber die Stimmlippen nicht vernarben. Eine „radikale“ Abtragung der Papillome hilft nicht, ein Rezidiv zu verhindern, kann aber zu einer dauerhaften Stimmverschlechterung führen. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen des Kehlkopfes ist ‚Radikalität der Gewebsentfernung’ bei einer solchen Operation definitiv nicht der Schlüssel zum Erfolg.
Kehlkopf-Papillome mit dem Laser schonend behandeln
Kehlkopf-Papillome können – ähnlich wie Warzen – auch nach einer vollständigen operativen Entfernung wiederkommen. Viele Patienten benötigen mehrfache Operationen. Wir haben in der Behandlung ein Konzept entwickelt, in dem die operative Abtragung in Vollnarkose und / oder in örtlicher Betäubung mit der Injektion eines Virostatikums und anderen Maßnahmen kombiniert wird und mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.